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Abends ſchlich der hübſche Martin's Fritz in den Grasgarten oder die Pütz, wie er auch heißt, und fing mit ihr zu plaudern an, wenn ſie im Fenſter lag, das war ja kein Gehänge! Das wußte auch kein Menſch im Dorf, und die Zwei verriethen auch einander nicht. Nun, ſie waren Nachbarskinder; waren mit einander in die Schule gegangen und mit einander confirmirt worden, und jetzt gefielen ſie ſich noch viel beſſer wie damals. Martin's Fritz war auch ein kreuzbraver Burſch, ein reicher Burſch, ein einziger Sohn— aber gegen ſeinen Vater, als er noch lebte, trug der Evemichel einen Groll; denn er hatte über die Dachtraufe ſeiner Scheuer, die in Martin's Garten fiel, mit ihm proceßt und er den Proceß eren, das vergaß er nicht. Martin's Fritz hanſte mit ſeine und die ſtarb ihm an der hitzigen Bruſtkrankheit. Di mup irathen. Er hatte auch unter der Königsgarde gedien und war der Landwehr, konnte alſo heirathen. Eines* eagte er:„Margrethchen, jetzt muß ich heiralhen Nimmſt du mich Margreth wurdr is in die Ohrläppchen und ſchwieg „Magſt du mich m frapete er beſorgt.„Sag'!“ 3 „Geh' zu meinem Vater!“ flüſterte ſie raſay uno mache Fenſter zu. 6 Das war ihm genug geſagt und er ging fröhlich heim; abe daheim fiel ihm das Herz in die Schuhe, denn er dachte an Ei michel's Haß gegen ſeinen verſtorbenen Vater, der auch auf iht überging, denn er hatte müſſen einen Kandel ans Scheuerdu 3 machen und das hatte ihn viel Geld gekoſtet. Was war zu thun? 3 gede Ehe wird auf dem Hunsrücken noch durch einen Freiers mann geſchloſſen. Zu ſolchem Geſchäft eignet ſich nicht Jeder, wei es manchem ſonſt braven Mann an der nöthigen Würde und Bertd⸗ ſamkeit fehlt. Meiſt gewinnt Einer als Freiersmann Ru Anſehen, und weiß er ſich darin zu behaupten, ſo wird ſ jelten eine Ehe geſchloſſen, ohne daß er Freiersmann geweſe iſt Dies Geſchäft iſt vortheilhaft. Es bringt ein ſtattliches Trinkg


