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„Willſt du nicht einmal heimgehen, mein Sohn? Du gehſt Samſtags und kommſt Sonntags wieder. Es iſt nahe!“
Wie Himmelsbotſchaft klang mir das. Samſtags ging ich heim und ſah Röschen.
„Mit der Heirath iſt's nichts geworden,“ ſagte ich betrübt. Sie weinte und ſagte:„Ja, die Mutter hat mir's auch geſagt. Liebhaben dürfen wir uns doch, gelt?“— Es verſteht ſich, daß ich die Frage bejahete.
Und das blieb auch; allein nach und nach kam doch ein anderer Sinn in mich hinein. Ich begann mich des Spitkens mit dem Mädchen zu ſchämen, weil die Buben mich verſpotteten. Die Furcht, mich lächerlich zu machen, hielt mich zurück von dem ſchönen Plätzchen unſerer ſchuldloſen Spiele, und ſo wurde ich dem Mädchen fremder, obwohl ich ſie ſtets im Herzen trug. Aller meiner Träume Gegenſtand waren dieſe Spiele. Als ich älter wurde, verlor ſich das, und oft wurde ich mit meiner kleinen Braut geneckt im elterlichen Hauſe.
Jeder weiß, daß es eine Alkersſtufe gibt, wo ſolche Neckereien einen Knaben raſend machen können. Icht Warf oft einen Zern und Groll auf das Mädchen, das zu einer blühend ſchönen Jung⸗ frau zu reifen begann, aber rechter Ernſt war's damit dech nicht.
Um dieſe Zeit bezog ich ein Gymnaſium in weiterer Ferne, und nun trat das, was meine Kindertage einſt beglückt, ganz zurück. Und dennoch will ich es nicht leugnen, ich blickte auch in diefem Zeitraume noch manchmal mit einer tiefen Sehnſucht auf jene Stunden hin, die wie ein paradieſiſcher Traum mir vorſchwebten.
Als ich in die Fexien kam, war Röschen abweſend. Der Bannmüller hatte den Wünſchen ſeiner Frau nachgegeben, und das Röschen an einen Ort gethan, wo ſie eine höhere Ausbildung empfangen konnte, als dies in ihren phflichen Verhältniſſen möglich war. Ich ſah ſie nicht, aber ich nur Schönes und Gutes von ihr. Dagegen ſtimmten meine Eltern mit den Bauern überein,
nur aus anderen Gründen, daß ſie der Müller weggethan.
ihre
Meine Eltern meinten, das liebe Mädchen würde in


