Abends war zu Hauſe die Rede von meiner Entfernu
„Vater,“ ſagte ich,„nach Nerte in die Schule gehe ich Mein Vater ſah mich groß an.„Was ſchwatzeſt du da?“ fragte er nicht ohne Erſtaunen.
„Ich heirathe Bannmüllers Röschen,“ ſagte ich mit Zuver⸗ ſicht,„und jetzt gleich, da hab' ich's nicht nöthig. Sie iſt ſchon meine Braut!“
Meine Eltern ſahen einander an und brachen dann in ein lantes Gelächter aus, das ſich gar nicht legen wollte.
Endlich ſagte mein Vater:„Sag' mir doch, Junge, wer hat
„ E
denn dir das in den Kopf geſetzt?“
„Bannmüllers Röschen hat's geſagt,“ erwiederte ich faſt weinend, denn das Lachen hatte mich ſchwer verletzt.
Zetzt gab es denn ein Examen. Ich erzählte in kindlicher Naivetät Alles ganz genau und wie ſich das ſo gegeben habe.
Mein Vater hörte ſehr aufmerkſam zu; allein nach und nach wurde ſein ernſtes Antlitz wieder heiter und er ſagte, mich zu ſich zichend:„Siehe, das Berſteht ihr Kinder nicht. Braut und Bräu⸗ tigam können nur erwachſene Leute ſein, und wenn man heirathen will, muß man auch eine Frau ernähren können, aber du verſtehſt ja gar Nichts.“
„Ei, Vater, ich werde Bannmüller, das lernt ſich leicht. Ich
kenne ſchon die ganze Einkichtung der Mühle und wie gemahlen wird.“
Mein Vater mochte wohl einſehen, wie ſchwierig es warz mir das Verhältniß faßlich darzuſtellen. Er brach daher lurz ab, und ſchon am andern Morgen fuhr ich mit Sack und P m Dorfe hinaus, ohne Röschen ein Lebewohl haben ſagen zu können.
Das lag mir in der erſten Zeit ebenſo ſchwer auf der Seele, als die Trennung von meinen lieben Eltern. Das Heimweh mit allen ſeinen Schmerzen, ſeiner Wehmuth und ſeinen Thränen ſuchte mich heim. Aller frohe Jugendmuth war von mir gewichen, alle Lebensluſt verloren, ſelbſt körperlich begann ich zu leiden.
Der Rector erkannte das bald in ſeiner Quelle und ſagte:
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