vieſe Apparate ja auch kaufen mußte. Ausſtecher gab nach, u endete die pharmaceutiſche Tortur des Collegen, die bei den 6 a tiegeln begonnen hatte.
Zetzt trat man in die Küche. Hier ſchien die Hausfrau tereitz geſchaltet zu haben, ſo! blinkte und glänzte Alles, ſo vollſtän war das Geſchirre, ſo nett, ſo ſchön. In den Stuben übertrafen Tapeten, Böden, Spiegel und Geräthe Alles, was das kleine aber ungemein ſcharfe Auge der Madame Rühle bis jetzt erblickt. Und gar als ſie in den Salon traten!— da dampfte in Meißner Porzellain der duftende Trank Arabiens und der Tiſch bog ſich von köſtlichem Backwerk.
Je mehr Ausſtecher bei Rühle verlor, deſto höher ſtiegen ſeine Fonds bei Madame. Das iſt ein Mann, der Welt hat, dachte ſie; ein vortrefflicher Mann! Ueberdieß führte er die koloſſale Figur am Arme in allen Zimmern herum, wiſchte ſich den Schweiß ob der ſchweren Arbeit, aber muckſte nicht, ſondern erſchöpfte ſich in den eleganteſten Redensarten, wodurch Madame wahrhaft echauffirt wurde vor Vergnügen.
Mit der gewandteſten Artigkeit führte ſie Ausſtecher zum 1
Ehrenplatz, und bat ſie ſo zart, die Ehre des Hauſes zu vertreten,
daß es alle Nerven der Glictichen in harmoniſche Schubgungen
verſetzte. Mit Grazie ſervirte ſie den Kaffe.
Und als ſie nun ſo traulich zuſammenſaßen und Frau Rühle
5 auf beiden Seiten kaute, meinte Rühle, um doch auch mal Etwas
zu ſagen,„es fehle hier jetzt nur noch der rechte Hausſegen(er ſeufzte tief auf, unterdrückte jedoch den Verräther) nimlich die ſinnig ordnende, reinlich waltende Hausfrau.“
„Für mich iſt Spiel und Tanz vorbei,“ deklamirte komiſch Ausſtecher;„allein der eigentliche Beſitzer iſt ein Burſche von vier und zwanzig Jahren, der Sand Ihrer Anſicht iſt, Herr Se
„Nun da iſt ja die Sorge teicht gehoben;“ meinte Rühle. „Da irren Sie, Wertheſter; darf ich Ihnen im Vertrauen mich äußern, ſo hat er eine vertraute Bekanntſchaft mit einem
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