Teil eines Werkes 
2. Band (1850)
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ein Recept ſandte.

noch einen beſonderen Grund, ſie duſelte nie beſſer, ſüßer, ſan und träumte nie wonniger, als wenn eben Walzer ihren einwiegten. Sie bewegte ſich dann leiſe im Takt und entſ merte ſanft. So auch jetzt.

Herbert, der das wohl einſah und ſich überhaupt auf ſeinen Vortheil verſtand⸗ ſetzte ſich nun jeden Mittag au das Inſtrument, und handthierte auf demſelben ſo lange herum, bis ein Kakodämon

Selbſt den böſen Geiſt, der Rühle'n, wie einſt den König Saul, beſchlich, ſeit die Zweite gewiß war, beſchwor öfters der fingerfire Gehülfe; denn auch er theilte den Geſchmack ſeiner Theuren, und überhaupt des muſikliebenden Theils der Einwohner von m an Walzern und ſchottiſchen Tänzen. Jener beſagte böſe Geiſt nahm aber mehr und mehr überhand; denn da drüben, wo der coloſſale

Mohr über der Thür auf das Schild deutete, deſſen Raum bloß ke führte, ohne den Namen des

die InſchriftMohren⸗Apothe Beſitzers zu nennen, da drüben hämmerte der Schreiner, pinſelte der

Lackirer, kurz, alle Handwerker entwickelten ihre Kunſt, das Haus

von außen und innen zu einem wahren Palais herauszuſtaffiren. Rühle war ganz außer ſich; denn er ſah den Broddieb vor der Naſe, ſah den Mohr, der die weißen Zähne fletſchte, als wolle er

höhnend ihn foppen, oder den alten Pelikan, der nun ſchon ſeit hundert Jahren ſeine Jungen fütternd in die eigene Bruſt biß, aus ſeinem Neſte treiben.

Der Mann ging ſichtlich zurück. Sein Auge war trübe und ſeine Farbe ſtrich über ins Gelbe, und zwar der Art, daß man ſah, es war ein entſchiedenes Gallenleiden. Zuletzt half auch Herbert's Spiel nicht mehr, denn er wurde auch gegen ihn ver⸗ ſchloſſen und finſter, ja es ſchien, als hege er Mißtrauen.

So war es wirklich, wie es ſich in des Prinzipals eigenen Worten ausſprach. F

Settchen, rief er einſt, als Herbert ſeinen freien Nachmittag genoß,Alles vereinigt ſich, um mich unter die Erde; chaffen. Beſtelle den Sarg, es iſt aus mit mir. 34