Teil eines Werkes 
2. Band (1850)
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Ich habe das ſchöne Haus, Ihnen vis à vis, gekauft von den Beutler'ſchen Erben, verſetzte der lakoniſch.Es liegt vortrefflich⸗ wie das Ihre, mitten in der Stadt, ſo zu ſagen, im Herzen der⸗ ſuben, wo der Pulsſchlag des Verkehres, beſonders, wie ich mir habe ſagen laſſen, an den Wochenmärkten, recht lebendig hüpft. uebrigens, fuhr er fort,werde ich das Geſchäft einrichten, es etwa ein halbes Jahr ſelber führen, und es alsdann einem Neffen übergeben, der mein Erbe, ein eminenter Apotheker und wahrhaft gelehrter Chemilus iſt. Der mag dann ſein Glück in Gottes Namen verſuchen.Sein Glück! lächelte zweifelhaft Rühle, währens er im Innern wünſchte, daß Onkel und Neffe da wären, wo der Pfeffer wächſt;glauben Sie, daß in einem Neſte, wie das unnſerige, ein Glück zu machen ſei? Ich ſage Ihnen, daß es gut geht, wenn zwei bis drei Recepte im Tage kommen, und der Hand⸗ verkauf iſt, Gott ſei's geklagt, ſeit das vermaledeite Groſchen⸗ und

Pfennigſyſtem herrſchend geworden, auch auf beinahe Null reducirt. So ſteht's bei mir allein. Wenn nun gar Zweie da ſind wie wird's da gehen?

Seien Sie ohne Kummer, verſetzte der Herr Ausſtecher⸗ mein Neffe iſt ein Mordburſche, der Dampfchocolade macht und 3 Punſcheſſenz deſtillirt trotz dem Selner in Düſſeldorf. Der bringt ſſeine Apotheke in Flor Das war eine Rhabarberpille! Mit

ſourer Miene wurde ſie von dem Apotheker zum Pelikan verſchluckt.

Er zuckte die Achſeln.. 3

Zweifeln ſie nicht, fuht Jener fort:Die Concurrenz iſt heilſam. Ich bin überzeugt, daß Sie und wir die beſten Geſchäfte machen werden. Ich zweifle ſehr, ſprach, bebend vor innerer Erregung,

So? fragte Ausſtecher.Wie viele Aerzte ſind denn hier? Drei, daß ſich Gott erbarme, und ein vierter wird täglich rwartet. Dabei pfuſcht der Wundarzt erſter Klaſſe, und. Sulra ve der Abdecker oder Waſenmeiſter, wie auch beide Ammen hieſig Stadt in ſehr frequenter Art.

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