Teil eines Werkes 
2. Band (1850)
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ſeltſam ausſehendes Männlein trat. Eben, als er die gebrechliche;

ihr dafür das Gnadenbrod, daß ſie mich meiſtern will? Mir vor⸗

gekommen. Er ſtieß den langen Stock mit dem Elfenbeinknopfe,

in kein Kloſter gehen. Iſt hübſch, wie eine heidniſche Göttin, und läßt ſich nicht ſehen, daß einmal ein braves Kind

I.

Es war ungefähr um dieſelbe Zeit, als kurz vor dem Eintritte

des Zwielichts in einer kleinen und engen Gaſſe an der Stadt⸗ mauer von Aſti ſich eine Thüre öffnete, aus welcher ein kleines,

Thüre ſchließen wollte, kam eine kleine Hand zum Vorſchein, nel die Seinige faßte und feſthielt. 4

Unwillig fuhr das Männlein herum und ſagte halblaut:! Hab' ich denn keine Ruhe vor der vermaledeiten Dirne! Es half jedoch nichts, er mußte wieder in die Thüre treten. Eine weiche, ungemein melodiſche Stimme bat flehend das Männlein:

Ach, theurer Oheim, forſchtt doch genau bei dem Deutſchen, und laſſet mich nicht lange warten! Und noch Eins, guter betrinkt Euch nicht!

Das ſchien das Männlein über Gebühr zu ärgern. Es ſchniß die Thüre zu, rannte ſchnell das Gäßchen hinab, brummend und grollend.Maledetta! ſtieß er im Grimme hervor.Geb' ich

zuſchreiben, wie viel ich trinken ſoll von dem edlen Montefiasconer! Nein, du vorwitzige Närrin, ſo weit ſind wir Beide eben noch nicht 3

den er einſt von einem Vetter Canonicus bei der Kirche dei Angeli bekommen, giftig auf das Straßenpflaſter.O, hätt' ich dich vom Halſe, fuhr er fort,wie manch' Schöpplein könnte ich mehr trinken. Ich müßte doch nicht immerdar die Thränen ſehen, die das dumme Ding vergießt, weil ihm der junge Deutſche davon⸗ gelaufen iſt. Schließt ſich ein, wie eine Nonne, und will do

freien könnte! Ja, werde Einer aus dem Weibsvolk kl allen Heiligen, daß ich mir's nicht einfallen lie