mit Pomaria verhandelt, durchwogten, in ächtem, altem Johannis⸗ berger zu erſäufen. Daher lud er alle Anweſende zu einem Trunke ein. Der Wildgraf Raup von Kyrburg, der Mörder Adolph's von Naſſau, war auch noch in der Burg. Er hatte derweile die Mauern und Thürme betrachtet, und trat jetzt ein, um dem Erzbiſchof ſeine Zufriedenheit mit ihrer Tüchtigkeit zu äußern.
Als er Giambattiſta Pomaria erblickte, drückte er ihm die Hand mit einem bedeutſamen Blick. Er erinnerte ſich an Adolph's Fall bei Göllheim.
Der Erzbiſchof, der das ſah, fuhr mit der Hand über die Stirn, als wolle er die Reihe der Vorſtellungen wegtilgen, die ſich an dieſen Umſtand knüpften. Die Becher kreiſten, aber die Unterhaltung war und blieb ſtockend, bis endlich der Erzbiſchof aufbrach, um gen Mainz zu reiten.
Das Alles ging jetzt noch einmal an des alten Pomaria
Seele vorüber, als er in ſeinem Lehnſtuhle ſaß nach der Stunde
der Vesper. Alle die bittern Empfindungen, die des Erzbiſchofs Worte und das Mißlingen ſeines Planes, den Ritter Brömſer zu entfernen, ihm bereiteten, gingen unter in der Freude über das Gelingen ſeines Planes mit ſeinem Sohn und über die Geldgeſchäfte, die er gemacht. Nur einen Wunſch hatte er jetzt, den, daß Giambattiſta Maria Ottini zum Weibe nehme, und an den reihte ſich der andere, daß Antonio aus Aſti heimkehre, ehe der Krieg ſich in dieſe Nähe zöge. Kam er gerade in das Gewirre des Kampfes, ſo ſtand die Innung in Gefahr, Alles einzubüßen, was er aus Italia brachte, und das war ein hoher Werth.
Während dieſe Gedanken ſeine S eten trat Giam⸗ battiſta herein.
„Setze dich auf einen Schemel zu mir, mein Sohn,“ ſprach der Greis, und der Sohn gehorchte ſchweigend. „„Deine kühnſten Wünſche ſind heute erfüllt worden, mein
Sohn,“ hob der Greis an.„Du biſt eines Amtes theilhaftig
geworden, in einem Alter, in dem ich noch nicht daran e
3 durfte. en werde ich dich den Schöfſen der Stadt vorſtellen


