Teil eines Werkes 
2. Band (1850)
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Kirche;aber Brömſer bleibt hier. Er iſt mir treu, das wiegt Alles auf. Wie lange? fragte Pomaria liſtig. Wenigſtens ſo lange, als ich ihm ſeinen Sold zahle. So liegt alſo dasWie lange in meiner Hand. Es kann nicht ſein! Lieber halte dein Geld und laß dir's von Albrecht rauben! Ueber des Erzbiſchofs Stirne zog eine Wolke. Die Ader ſchwoll. Sein zugepreßter Mund zuckte. Pomaria kannte ſo gut dieſe Vorzeichen eines heftigen Sturmes, als die Schiffer am Rheine die am Abend⸗ oder Morgenhimmel. So will ich es lieber in Eurer Hand wiſſen, ſagte er und verbeugte ſich tief.Habt Ihr Eurem Cancellarius geboten, die Urkunden aufzuſetzen? Geh', herrſchte ihm der Kurfürſt zu,du findeſt wi im Vorgemache. Mäch' mit ihm die Sache zu Ende! Er drehte dem Kaufmann den Rücken, und dieſer zog ſich ſchnell zurück, froh, dem Sturme entronner ſein. Vermaledeiter Schächer! rief zurng Welherd von Eppſtein aus, als der Kaufmann ſich entfernt hatte. Das iſt eine recht italiſche Molchsnatur. Keck wird das Krämervolk über die Maßen, ſeit ſie ihre Kraft gefühlt, und, auf ihre Sunc ſich ſtellend, wollen ſie hinaus über den Adel. Trotzt mir der Strolch!? Wagt es, mir ſpitze Worte zu geben! O, braucht' ich jetzt dein Geld nicht, ich wollte dir Moſes und die Leviten gelehrt haben! Er trat ans Fenſter des hochgewölbten Saales und blickte über den Rheingau hinaus. Ein Seufzer ſtieg aus ſeiner Bruſt auf. Adolph, Adolph! rief er, warum ließ ich dich fallen und hob den tückiſchen Albrecht? Zetzt beginne ich die reife Frucht meiner Saat zu erndten. Wie bald wird er nahen und den ſchönen Gau ver⸗ wüſten? Er ſchwieg, und ſein Auge fiel auf die Abtei Johannis⸗ berg, die aus dem Golde der Sonne hervorleuchtete. Der Erzbiſchof ſeufzte tief auf. Sollt ich Ruthard's Loos theilen und fliehen müſſen?.

In dieſem Augenblicke trat Ritter Vrömſer ein.