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„Noch Eins, gnädigſter Herr!“
„Iſt das Schwänzlein noch nicht zu Ende?“„ „Entfernt den Brömſer von der Burg! Mein Sohn und er
ſind alte Feinde! Was ſollt' es geben, wenn er in Bingen, dieſer in Klopp zu befehlen hätten?“
„Du veplangſt Ungehöriges, Andrea; Brömſer iſt ein wackerer Degen. Er bleibt hier in Klopp und dein Sohn in Bingen. Er mag lernen, ſich dem Edlen fügen. Merk' dir das, und gehe zum Kanzler, die Sache zu beenden.“
Obgleich die Weiſung, ſich zu entfernen, kategoriſch genug war, ſo ſchien doch Pomaria nicht große Luſt zu haben, ſie zu beachten.
„Ihr habt wohl Recht, gnädigſter Herr,“ hob Pomaria wieder an, und drehte ſeinen grauen Filzhut in den Händen;„aber es iſt wohl leichter geſagt, als gethan. Brömſer iſt eih wilder Menſch, der rohe Gewaltthat nicht ſcheut, wenn es gilt, ſeinen Willen durch⸗ zuſetzen oder ſein Gelüſten zu befriedigen. Die Feindſchaft der Beiden iſt nicht eben von heute.“
„Ihr reichen Kaufleute macht euch aber auch gar leicht patzig,“
rief, noch eingedenk der verletzenden Worte des alten Kaufherrn,
der Erzbiſchof.„Am Ende verlangt ihr, die ihr doch bebt, wenn ihr eine Schwerdtklinge ſehet, der Ritter ſolle euch huldigen. „Euer fürſtlich Wort in Ehren,“ verſetzte nicht ohne bitteres Gefühl der Kaufherr;„aber wiſſet Ihr nicht, wie mein Giambattiſta bei Göllheim mitfocht; daß er es war, der Adolph's Fall begün⸗ ſtigte, als er des Pferdes Vorderfüße durchhieb? Er zitterte nicht
vor einer Schwerdtklinge, ſondern führte ſie wacker, das müſſet Ihr
ſelber bezeugen.“
„Ich weiß! Ich weiß!“ rief ärgerlich der Erzbiſchof.„Mußt
du mich denn immer wieder an den Adolph erinnern?“— „Verzeiht, wenn ich einen wunden Fleck traf,“ bat der Kauf⸗
mann;„es war meine Abſicht nur, mich gegen falſche Voraus⸗ ſetzungen zu wahren.“ „Es mag das Alles ſein,“ verſetzte der Würdenträger der 5.
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