Teil eines Werkes 
2. Band (1850)
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mit ihm. Bei Göllheim gefangen, kaufte ihn der Mainzer Erzbiſchof los, und das hielt ihn bei ſeiner Sache, für jetzt wenigſtens. Er gehörte zu jener Klaſſe verwegener Abenteuerer, die ihre Waffen jeder Sache bereitwillig liehen, wenn eben nur Kampfesluſt und

Kampfesbeute zu erzielen war. Mit lachendem Munde trat er die Stufen herauf, die zu dem

Vorwerke führten. Guntram war einer ſeiner Lieblinge. Der Alte war kriegserfahren, pfiffig, und wußte recht tapfer zu kämpfen, überdieß war er in allen Fugen gut zu gebrauchen. 5

Nun, Alter, rief er ihn an,bald wird's einen Tanz geben. Der Albrecht naht ſich dem Rheine. Dem alten Fuchs in Mainz

wird's um ſeine Höhle bange. Er war hier, um ſich Klopp anzu⸗ ſehen. Wenn's ihm in Mainz nicht gehener wird, kommt er zu uns..

Iſt denn der Kaiſer ſchon ſo nahe? fragte Guntram den Ritter.

Freilich, rief dieſer,morgen kommt er noch nicht, aber ich glaube, wir werden auf die Feuerſäulen im Rheingau nicht allzu⸗ lange warten müſſen. Wenn's dort brennt, dann ſind die Ungarn nicht weit, und die Troßbuben mit ihren langen Fingern werden ſich anmelden. Meine Vettern und Brüder drüben in der Nieder⸗ burg werden Albrecht's Mauerbrecher eher zu begrüßen haben, als

wir in Klopp. Es iſt indeſſen dem Oeſterreicher nicht ganz zu trauen. Geh' in die Rüſtkammern und unterſuche die Waffen. Laß den verdeckten Weg aufräumen, der da unten in das Rattenneſt führt. Den Krämern wackelt der Boden ſchon unter den wälſchen Beinen. Biſt du im Reinen, ſo komm in mein Kloſett. Ich habe Wichtiges mit dir zu reden. Du, Kunz, magſt derweile allein hier Wacht halten, daß die Meiſen die Nüſſe nicht an dem alten Baume freſſen, denn Anderes iſt doch jetzt hier nicht zu thun; auch haſt

du dazu allerdings noch Muth genng. 8

Er ging gutes Muthes von dannen, und ſchlenderte pfeifend

den Weg zur Burg hinan.. Guntram ſah ihm kopfſchüttelnd nach. Biſt auch einer vo.