Teil eines Werkes 
2. Band (1850)
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Wände haben Ohren und die Bäume Zungen. Er ſtand auf und blickte über die Zinnen des Vorwerks hinaus und hinauf in die grünen Zweige des alten Nußbaumes, der ſich über dem Vorwerke wölbte. Als er jedoch nirgends eine Spur fand, die Angſt einflößen konnte, ſagte er:Fahret fort! Waret Ihr bei Göllheim dabei, als Euer Herr fiel? 8 eFreilich! ſagte der alte Kriegsmann, und eine düſtere Wolke agerte ſich über das von Leidenſchaften durchwühlte Geſicht; freilich war ich dabei und ſah, wie unſer Herr zwei Ritter in edes Oeſterreichers Farben mit dem gewaltigen Schwerdte nieder⸗ ſchlug, ganz nahe bei Göllheim, als eben von allen Seiten die Macht der Feinde aus dem Hinterhalte hervorbrach. Muthiger drangen die Oeſterreicher heran, und an ihrer Spitze der Albrecht. Heide Haufen, der unſere und der des Feindes, verwickelten ſich eng in einander. Es war ein mörderiſch Abſchlachten, Kunz, wie Du keines erlebt, und ich nur das Eine, obwohl ich oft dabei war, wo's blutige Köpfe gab. Die Kämpfer waren ſich ſo nahe, daß ſie nntt dem Dolche fochten. m Kampfgewühl, fuhr Guntram fort,verlor Adolph ſeinen Helm. Zetzt ſtürmten die Feinde auf ihn ein, aber er wa ſie rechts und links blutend zur Erde; und als er jetzt den Albrech erblickt, ſpornt er das Roß auf ihn zu, und ich hörte die Wort noch, die er wie Donner hervorſtieß mit ſeiner mächtigen Stimme Heute wirſt du mir, nicht weiter entlaufen, allhier ſollſt du mir Reich und Leben laſſen! Der Adolph führt einen ſeiner Streiche, die allzumal einen Menſchen ſpalteten; aber der Albrecht wich ihm aus und ſtieß ihm tückiſch ſein Schwerdt in das Auge, daß es herausbrach mit heftigem Blutſtrom. Der Wildgraf Naup der greuliche Unhold von der Kyrburg droben im Nahethal der Seite jählings einen fürchterlichen Hieb auf des Kaiſ wehrtes Haupt. Da hatte er genug, ſtürzte herab undr

ſein Schlachtroß, dem ein Anderer die Vorderbeine zerhieb, Knecht ſchnitt dem Kaiſer die Gurgel ab. Verflucht ſe Cwigkeit!