ſelbſt da iſt, der ſo luſtig die Kaiſer aus ſeinem Hörnchen k
bläſt.“ „Was willſt du damit ſagen, Kunz?“ andere Reiſige.
„Ei,“ ſagte dieſer,„man erzählt in Mainz, der Erzbiſche ſei mit dem Albrecht von Oeſterreich zur Jagd geweſen in der Dreieich, und der Kaiſer habe ihm zugeſetzt, die erſchrecklichen Zölle herauszugeben, womit er den Rheinhandel belaſte. Da ſeien B gar tief in den Text gerathen, und es ſeien harte Worte gefallen zwiſchen Beiden. Darauf habe der Erzbiſchof in ſeinem Zorne ſein ſilbernes Hüfthörnlein von dem Rücken genommen und zu dem Kaiſer geſagt:„Zwei Kaiſer hab' ich da herausgeblaſen— es ſteckt vielleicht noch mehr als Einer darin!“—
„Was hat darauf der Albrecht geſagt?“ fragte der Alte, der grimmig die Fauſt ballte und mit den Zähnen knirſchte.
Was knirſcht Ihr ſo, Guntram?“ fragte Kunz erſtaunt.
„Du biſt ein junges Blut, Kunz,“ nahm Jener das Wort, und weißt nicht, wie wehe es thut, ſeinen geliebten Herrn verder⸗ ben zu ſehen. Ich bin ein Naſſauer, Kunz, und meinem Herrn
Adolphus treu im Herzen. Darum überwallet dieſes mein Herz, wenn ich an ihn denke, und wie er treulos gemordet wurde, und wie ihn der Gerhard hob und fallen ließ, und war doch ſein eigen Blut. Ach, er war ein edler Herr! Und droben im Klopp ſitzen die Mörder jetzt zu Rath. Soll ich nicht knirſchen, wenn ich des Erzbiſchofs gedenke, der ihm die Krone gab und nahm, weil er
nicht tanzen mochte, wie er das Liedlein pfiff? War's nicht der
Wildgraf Raup, der ihm den Todesſtreich gab, der nun wieder mit dem Mainzer zuhält? War's nicht der alte Lombarde Pomaria von Bingen und ſein Schwäher, der Montemagno, die ihm das Sündengeld ſchoſſen, und auch jetzt wieder aushelfen müſſen, die dem Albrecht zuhielten und jetzt wieder dem Erzbiſchof, ſo recht nach Indenart dahin ſich wenden, wo's mit ihrem Gelde gut wuchern ß ſe e 5
6„Still!“ ſagte Kunz.„Sprecht den Fluch nicht aus. D
fragte Guntram, der


