Teil eines Werkes 
1. Band (1850)
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7 Brunten am Rheine lagen ja Nachen und ich konnte fahren, wie

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Ach, Jörg, ich war bald abgekühlt! Er iſt todt! das hörte

ich immer in den Ohren, und die furchtbarſte Verzweiflung

ergriff mich.

Armer Gottfried, ſagte der eine Flurſchütz,deine Freude endet ſchlimm! Ich wollte dir wünſchen, du wärſt über dem Rhein, denn in Lorch iſt es Mainziſch und du haſt nicht weit ins Reich. Das Wort fiel wie ein leuchtender Blitz in meine Seele.

ein Fiſcher. Kaum erreichten wir das Rheinufer, ſo war ich mit drei Sprüngen am Ufer. Die Schützen wandten ſich um, und gingen ruhig heim, und ich durchſchnitt mit dem Kahne die Fluth des Rheines, die der aufgehende Vollmond zu vergolden anfing. Bald war ich drüben. Ich zog den Nachen aufs Land, daß ihn der

Schiffer Malz wieder bekommen konnte, und lief ſo ſchnell ich konnte,

nach Lorch, zu dem Schmied Bandemer, den ich wohl kannte. Dem klagte ich mein Leid. Er hielt mich bis Morgens, dann ſchenkte er mir Geld und ſchickte mich nach Rüdesheim; allein auch hier hatte ich keine Ruhe. Jörg, das Gewiſſen iſt eine erſchreckliche Macht. Es iſt wohl, wenn eine Schuld darauf laſtet, der Wurm, der nicht ruht, wie der Herr ſagt. Ich begriff jetzt das Wort, weil ich an dem Holzwurm das Gleichniß fand, der in unſerm Wandgetäfel raſtlos nagte. Ach, Gott, wie war ich ſo elend! Nachts ſchloß ich kein Auge, und fiel einmal der Schlaf der Entkräftung auf mich, ſo ſcheuchten greuliche Träume jede Ruhe und Erquickung von mir. Die Reue zerfleiſchte mein Herz. Lange konnte es ſelbſt mein

damals faſt rieſenſtarker Körper nicht ertragen und in der Stadt

Frankfurt fiel ich aufs Krankenlager und wurde in das Spital gebracht..

Hier fiel ein Lichtſtrahl in meine Seele, denn ein frommer Geiſtlicher trat an mein Bett und gab mir Troſt. Ich genas langſam und erſt im halben Sommer konnte ich wieder arbeiten, um meine Schuld in der Herberze zu tilgen und mir Geld zu

ſammeln zur Weiterreiſe; venn fort wollte ich, recht weit fort vom Schauplatze meiner Frevelthat. Gott Sein⸗ der in das Herz ſchaut,

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