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hungerndes Wieſel, das ſchnell wie der Gedanke durch das dürre Laub raſchelte.
Es war eben zehn Uhr vorüber, als der Schwarze in das Haus des Kaufmannes trat, wo die übrigen Theilnehmer des heu⸗ tigen Wagniſſes ſich bereits eingefunden und in ihre weiße Kleidung ſich gehüllt hatten.
Mit Vorwürfen wegen ſeines Zaudern empfing ihn Bräunchen. So ungern er ſie ſonſt hinnahm, und ſo heftig er zu widerſprechen pflegte, diesmal ſchwieg er mäuschenſtille; denn das Gewiſſen ſchlug ihn.
Ohne Säumen kleidete er ſich an. Die Eisſpornen wurden angeſchnallt, die Eisſtöcke ergriffen, die Bündel an den Tragriemen über die Schultern befeſtigt und mit den beſten Wünſchen des Kaufmannes ſchlichen ſie ſich in den Mannweg, erreichten in tiefer Stille den Rhein und betraten die Eisdecke, welche ſie heute an ungebahnter Stelle im Zickzack zu überſchreiten hatten.
„Es iſt kein Licht droben in der Hütte,“ flüſterte Conrad dem Schwarzen zu, welcher vor ihm ging.
„Sie werden auch mal Sylveſterabend halten,“ ſagte dieſer, „und gewiß beſſer wie wir, denn es iſt furchtbar kalt. Der Wind ſchneidet mir ſchier die rechte Backe weg. Wie herrlich ſäße ſich's jetzt am warmen Ofen bei einem Glaſe warmen Weines?“—
Bräunchen, der vorne ging als der Erſte, warnte durch ein leiſes:„St!“ denn es war Regel, daß nie geſprochen werden durfte, wenn ſie ſchmuggelten.
Jetzt erreichten ſie die Heerſtraße. Tief zur Erde gebückt, krochen ſie leiſe über ſie hin, ſo leiſe, daß ſelbſt die Späher in der Hütte am Fahr durchaus nichts von ihnen wahrnahmen, wie ange⸗ ſtrengt ſie auch auf jede Bewegung achteten.
Mit einer Gewandtheit, welche nur eine lange Gewohnheit, und mit einer Sicherheit, wie ſie auch nur der Sohn der Berge


