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der Pathe, der am offenen Fenſterlein ſchon eine Weile geſtanden und den armen Jungen beobachtet hatte. Er kam herein.
„Du haſt's wohl ſchon ausgerechnet, Hubert,“ ſagte er,„was ich ausgerichtet habe. Da iſt nichts zu wollen. Wo der Reich⸗ thum ſitzt, da ſitzt auf dem Geldſack der Hochmuthsteufel. Gib's auf, Hubert. Schlag' dir das Mädel aus dem Sinn, und glaubſt du das hier nicht zu können— nun, dann geh'! Die Welt iſt groß und überall Brod für einen jungen Kerl, der ehrlich und treu iſt und arbeiten will. Wär' ich an deiner Stelle, ich würd' Soldat. Die Kerle in dem Köln haben's herrlich. Gehn in die Meſſe, begleiten die Prozeſſionen, ſtehen Wache, eſſen, trinken und ſchlafen, und das iſt Alles. Dabei haben ſie gute Vöhnung und ſind gekleidet wie Barone. Willſt du das nicht, ſo werde Haus⸗ knecht in Köln, in einem Wirthshaus, ſo etwa im„Heiligen Geiſt.“ Da fallen die Trinkgelder wie Hagel vom Himmel. Gefällt dir auch das nicht, ſo will ich den dritten Rath geben, werd' Schiff⸗ knecht. Die habens auch gut. Du ſparſt dir etwas überall. Hier aber blieb' ich an deiner Stelle nicht. Das iſt eine ſchlimme Nachbarſchaft für einen ehrlichen Kerl, der hinter dem Rücken der Eltern mit dem Mädel nicht Verkehr haben will. Tauſend Verdruß iſt die Folge.“
„Ihr habt recht, Path',“ ſagte mit bebender Stimme der arme Junge;„aber, was mach' ich mit dem Häuschen und meinen paar Läppchen Land und dem bischen Hausrath?“
„Daß die gut verpachtet werden, dafür ſorg' ich,“ war des Pathen Antwort.„Dein bischen Weißzeug, Bett und Hausrath hol' ich nach Ahrweiler und hebe dir's auf. Iſt dir das recht, ſo ſchlag' ein!“ Er hielt ihm die Hand hin und Hubert ſchlug ein, und als der Path', der noch einen Beſuch bei einem guten Freunde machen und dort ein Extragläschen trinken wollte, zurückkam, ſtand Hubert unter der Thür, ſix und fertig. Ein Bündel hing auf ſeinem Rücken, einen Stock hielt er in der Hand und die Mütze
ſaß tief in den Augen.
— gehe gleich mit Euch!“ ſagte er.


