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Lippen— da rief ſchon die Mutter nach ihr, und mit einem Gruße herüber floh ſie ins Haus.
Hubert ſah betrübt vor ſich nieder. Was ſollſt du hier noch? fragte er ſich. Bewachen ſie ſie ſo, dann komm' ich nie mehr zu ihr. Beſſer dann, ich bin weit weg von hier!
Als er dieſen Gedanken dachte, ſchritt ſein Pathe, der Stern⸗ wirth von Ahrweiler, daher im Sonntagsrock, den Hut auf und den Kreuzdornſtock in der Hand, der in der heißen Kalkgrube hell und dunkel getigert war, je nachdem die Rinde daran gelaſſen oder völlig weggeſchnitten war.
„Gelobt ſei Jeſus Chriſtus!“ ſagte er, und Hubert grüßte zurück:„In Ewigkeit!“ Er führte den Pathen in ſein ſauberes Stübchen, wo ſchon das Kaffegeſchirr auf dem Tiſche ſtand. Einen Kuchen hatte ihm der Bäcker gebacken, den er nun zum dampfenden Kaffe vorlegte. Beiden fehlte es an Appetit nicht. Später ging der Path' noch zu guten Freunden im Ort und Hubert ſchloß ſeine Thüre zu, daß er nicht Zeuge ſei, wie ſein liebes Annchen vom langen Pitter weggeführt würde, dem ſie mit widerſtrebender Hand den Maiſtrauß an die Bruſt zu ſtecken von Sitte und Herkommen genöthigt wurde.
Als er die Muſik hörte, ging es ihm durchs Herz wie ein Schwerdt. Zetzt holte er ſie ja ab und er— ſaß hier in doppel⸗
tem Weh!— Der Path' hatte geſagt, wenn ſie bei der Muſik
wären, würde er zu den Alten gehen, und wär' er um vier Uhr
noch nicht zurück, ſo wär's nichts.
8 ſaß er denn ſtille da im Stübchen in tiefer Trauer und eine Stunde nach der andern ging langſam hin. Der Pathe
kam nicht.
Die Hoffnung ſenkte tief und tiefer ihre Flügel.(
„Es iſt vorbei,“ ſagte er endlich, als es vier Uhr ſchlug. „Sie haben Nein geſagt.“— Er zerdrückte eine Thräne in ſeinem Auge und ſagte laut:„Nun bleibt mir nichts mehr übrig, als von dannen zu ziehen. Hier bleiben kann ich nicht“
„Das iſt ein verſtändig Wort,“ ſprach in dieſem Augenblic


