„Ach ja,“ ſagte Hubert halblaut und ſah nicht auf.
„Dacht' mir's wohl!“ verſetzte der Wirth.„Unter der Sonne nichts neues, ſagt Salomon. Bin auch jung geweſen; aber wer iſt's denn?“
„Des Hofbauers Annchen!“ geſtand Hubert mit Widerſtreben, denn das hatte er ja noch Niemand geſagt.
„Hu, Jung!“ rief der Wirth, da willſt du hoch hinaus!“
„Ich will's ja nicht allein— ſie auch;“ ſagte Hubert leiſe.
„Aha, da pfeift der Wind anders woher,“ ſprach der Wirth. „Alſo ihr Zwei ſeid einig?“
„Gewiß!“
„Und die Alten?“
„Ja, die werden's wohl nicht wollen, denk' ich!“
„Freilich, Hubert, du haſt kein Vermögen, und das wiegt ſchwer bei dem Hofbauer, ich kenne ihn. Doch halt! iſt ſie dein Mailehen?“
Da ſeufzte tief der arme Jung und erzählte ſein Leid.
„Das iſt ſchlimm,“ entgegnete ſein Pathe,„da will mir's vorkommen, als ſei der lange Pitter der Erwählte bei den Alten. Nimmt ihn das Mädchen?“.
„Nein, nie!“
„Guter Hubert, ſei nicht ſo ſicher!“ mahnte der Wirth. „Weiberherzen und Aprilswetter ſind Geſchwiſterkinder! Ich ver⸗ ſtehe mich auf den Artikel. Bau' nicht ſo feſt drauf!“
„Was denkt Ihr von dem Mädchen, Path'?“ rief da im Innerſten verletzt Hubert aus.„Wenn die von mir läßt, ſo—“
„Halt ein, Jung, halt ein,“ fiel ihm der Path' in die Rede. „Du kennſt die Welt noch nicht. Hab's mehr erlebt!“
Jetzt nahm aber Hubert des Mädchens Parthei mit einem Feuer und einem Nachdruck, daß er den Wirth aus dem Felde ſchlug.
„Nun, Närrchen,“ verſetzte dieſer endlich,„mir iſt's tanſend⸗ mal für einmal recht; aber— aber— doch rath' ich dir, mach's kurz und rede mit dem Alten.“ ⸗


