Teil eines Werkes 
1. Band (1850)
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nicht ſo hitzig mit deiner Rede. Das Elend iſt ein ſchweres Stück Arbeit und der Zehnte kann's nicht bewältigen. Mit den Liebes⸗ augen ſieht ſich's leicht an. Iſt man aber nüchtern, ſo lautet's. Er wird halt dein Mann nicht! So bleib' ich ledig! ſagte das Mädchen. Und willſt eine alte Jungfer werden? fragte die Mutter. Es durchrieſelte das Mädchen eiskalt bei den Worten, aber ſie ſagte feſt:Ja.. Wenn das Ja eine Brücke wär ich ging nicht drüber, ver⸗ ſetzte ſpottend die Mutter.Doch laß das Geplauder und Gekreine, und geh', nimm Stroh und binde die Reben im Weinberg an. Die Lotten wachſen ſchon und wir ſind noch nicht fertig. Wenn er mich aber als Mailehen ſteigert? fragte ſie die Mutter nach einiger Stille. Die Mutter lachte.Es iſt ſchon dafür geſorgt, ſagte ſie, daß die Bäume nicht in den Himmel wachſen. Geſetzt aber, es geſchähe ſo mußt du ihm folgen; allein es wäre mir doch ſehr leid um den Pitter, der dir ſo treulich nachgeht. Zung für dich und auch der Mann. Lieber ſterben! rief das Mädchen und enteilte dem peinlich⸗ ſten Zwiegeſpräche ihres Lebens.

Droben in der Kammer brach der verhaltene Schmerz aus, und als die Mutter hinauf ſchlich, um zu hören, was ſie triebe, da hörte ſie das laute Schluchzen eines liebenden Herzens, das zum erſten Male ſich bewußt wurde, daß ſich eine Macht zwiſchen es

und ſeine Liebe geſtellt, die zu beſiegen es ihm an Macht gebrach.

Die Mutter ging wieder zurück an ihre Hausarbeit. Das ging 3 re H

WMädchen kam nicht. Endlich rief ſie. Es blieb ſtille.

Da überkam die liebende Mutter eine entſetzliche Angſt. Sie

ging eilings hinauf. Da fand ſie das Mädchen eingeſchlafen, mit

dem Kopf auf dem Bette ruhend. Es war ihr gegangen, wie den

Kindern, die vor unfäglichem Leid weinend, ſich in die Vergeſſenheit

alles deſſen hinüberweinen, was den Thränenguelt zum Fließen geblacht; aber was

Das wäre der

die Mutter quälte, das war das kurze Athmen,