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Endlich kam ſie.
„Nun, Allerweltsklugheit!“ rief er,„wie ſteht's?“
Sie legte ſich ſtill ins Bett.
„Krieg' ich keine Antwort?“ fragte er barſch.
„Du weißt,“ ſagte ſie,„wie du mich mit dem Worte ärgerſt. Nun geb' ich dir keine Antwort.“ Trinchen,“ bat der gute Mann, der längſt die Hoſen nicht mehr hatte,„ſei nicht motzig und ſag', wie's ſteht?
„Ihr Mannsleute wollt Alles beſſer wiſſen,“ ſagte die Hoffrau mit innerlichem Triumph, und wittert gleich Unrath. Ich ſag' dir, mir lacht das Herz im Leib über unſer Kind. Geh' hin und ſieh's. Es ſteht bei der Alten und hilft ihr die Rümpchen kochen und in die Rumpen packen, die der Hubert fängt, und wenn er ſie bringt, dann verbirgt ſie ſich, bis er fort iſt. Siehſt du, ſo iſt's, und Gott ſegne das Kind, das einer armen alten Wittwe alſo hilft. Es iſt ein chriſtlich Kind und die Heiligen müſſen ſich darüber freuen.“
„Wenn's ſo iſt,“ ſagte der Hofbauer und klopfte die Pfeife aus,„ſo haſt du recht.“ Er legte ſich herum und ſeine Sinne umflorte ſchnell der Schlaf. Ob auch die Mutter ſo ſchnell ein⸗ ſchlief! Als der bauer zu ſchnarchen begann, ſtand ſie wieder
auf und ging leiſe hinaus, und erſt als Annchen wieder im Hauſe
war, ſuchte ſie ihr Lager, aber der Schlaf kam nicht und mancher⸗
lei Gedanken durchkreuzten ihr Gehirn. War nicht ihr Gatte auch 6 arm geweſen und ſie reich? war ihr Vater, der alte Erbpächter
des Herrn von Olbrück, nicht auch gegen die Verbindung geweſen? atte nicht Pitter's Vater gerade ſo um ſie herumgelöffelt, wie jetzt Pitter um Annchen? Nach langem Sinnen meinte ſie aber doch, es ſei beſſer, wenn ſie den Pitter nähme, und eine Strafpredigt verdiene ſie doch, weil ſie der Hubert heimbegleitet und— ſie geküßt habe. Armes Annchen! Die Männer brauchen nicht Alles zu wiſſen, ſagte die Hoffrau am andern Morgen zu ſich ſelbſt. Viel Wiſſen bläht auf. Mein


