droben im Kämmerlein. Das Elternauge ſchlief nicht.„Trins, 6 ſagte der Hofbauer zu ſeiner Frau,„ich wittre Unrath. Heut' iſt mir etwas Bedenkliches vorgekommen. Als ich aus dem Wingert am Kreuz heimkam, ſtand die Thür auf und Niemand hinten noch vorn. Denk ich, wo iſt das Kind? Ich rufe, Alles ſtill. Denk' ich, du gehſt nach dem Garten, ob's nicht wieder mit dem Hubert plaudert, an den es einmal wie behert iſt. Komm' ich in den Garten, hockt's da und jätet Unkraut aus. Denk' ich, ein Kaſten⸗ männchen gegen einen Thaler! das iſt auch nicht ohne Urſache, nehm' mich aber zuſammen und koimm' näher. Da glüht das Kind vor Verlegenheit und bückt ſich tief, daß ich das Erröthen nicht ſehen ſoll. Hab' gute Augen und die Mannstritte im Pfad waren auch nicht von den Ameiſen. Mit Waſſer backt man keine Pfann⸗ kuchen, denk' ich und ſag' dem Kind, es ſoll aufhören, da ihm das Blut ſo in den Kopf ſchieße, und ſoll' das Unkraut größer werden laſſen. Sie geht. Stell dich an den Bienenſtand, denk' ich, und wart's mal ab. Steh' ich kaum eine Minute da, ſo raſchelt's hinter den Weiden und der Hubert kriecht hervor und ſchlüpft hinüber. Aha! dacht' ich. Nun weiß ich, wo der Haſ' im Lager ſitzt! Siehſt du, ſo ſteht's. Die Zwei ſind ineinander vernarrt und ver⸗ ſchamerirt. Was ſoll draus werden? Der Huber iſt brav— aber ein Lump, und ein Lump ſoll mein Kind nicht haben und damit holla!“
„Gewiß nicht!“ ſagte Trine.—„Ei ſo ſoll dich das Wetter! Wer hätte das denken ſollen!“ rief ſie aus und ſetzte ſich im Bett auf.
„Ich, Trine, ich; denn ich weiß noch, wie ich's mit dir gemacht habe und du mit mir,“ bemerkte der Hofbauer.
„Man ſucht freilich keinen hinter dem Ofen, wenn man nicht ſelber dahinter geſteckt hat; aber,“ ſetzte ſie hinzu,„laß die Geſchichte und rede von heute.“
„Nehm's dem Hubert nicht übel, denn unſer Kind iſt ein Staatsding, auch nehm' ich's dem Mädchen nicht übel, denn der Hubert iſt ein Prachtjung; aber was hilft's? Der Hacke muß ein
Stiel geſucht werden. Was denkſt du zu dem Pitter?“


