Nachbars Fenſter gingen in den Hof und wie leicht konnte im Hof⸗ haus Jemand zu Hauſe ſein.
Eine Weile ſann er, ob er es wagen ſollte; dann 3 ſtellte er ſich unter die Weiden, die auch dort als Zaun dienten. Es blieb Aues ſtill, bis plötzlich der Staubregen einer Gießkanne, der über ſein Haupt hereinbrach, ihn belehrte, wo ſie ſei.
Jetzt reichte ein raſcher Sprung hin, ſie zu haſchen und ein Kuß war die ſchwere Strafe für alle begangenen Frevel. Es war aber ein Glück, daß in demſelben Augenblick der Hofbauer mit ſeiner Bärenſtimme:„Annchen!“ rief und ſich nun langſam dem Garten näherte.
Von Hubert war keine Spur mehr ſichtbar und Annchen jätete ſo emſig Unkraut aus, daß ſie bei dem Beete kniete und den Kopf tief herabbeugte.
„Wenn das Unkraut noch ſo klein iſt, daß du dich bücken mußt,“ ſagte er,„ſo laß es größer werden. Sieh' doch mal! Jeſſemarjoſep, wie dem Kinde das Blut in den Kopf geſchoſſen iſt! Das kommt aber von dem Bücken. Hör' auf, Kind, und geh' in das Haus; Kind, geh'!“ Während ſich das auf dem linken Ufer der Ahr zutrug, ſaß Eiiner hinter dem Weidenzaun, dem war das Blut nicht in den Kopf geſtiegen, ſondern aus dem Geſichte gewichen, daß er wie eine Leiche anzuſehen war. Erſt als er aus des Hofbauers Reden ent⸗ nahm, daß er ihn nicht geſehen, kam wieder Leben in ihn; das Lachen konnte er aber doch nicht unterdrücken, daß der Hofbauer nte, das Blut ſei dem Kinde vom vielen Bücken in den Kop Er wußte es beſſer! raſtete der Alte nicht, bis das Kind ins Haus ging war die Hoffnung vorüber, ſie zu ſehen; denn Hubert in di Hecken, der Mutter Holz zu und dann an das Fiſchen denken. Kaum war der Abend gekommen, als er eine Laſt di trug 6 der Seinn mitt


