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hübſcher war als der Peter oder Pitter, wie ſie zu Altenahr ſagen. Der Pitter wollte um jeden Preis das herzige Annchen ſteigern,
das hatte er ſchon geſagt. Da dachte der Hubert: ich will mir Geld verdienen— wer weiß— vielleicht krieg' ich ſie doch— denn der Pitter war der Sohn des allerſchäbigſten Geishalſes und — der Apfel war nicht weit vom Stamm gefallen.
3 Das beſte, was er jetzt thun konnte, war Rumpen flechten und Rümpchen fangen und das Wieſenplätzchen war ſein Eigen⸗ thum, und da waren tauſende der kleinen luſtigen Schwimmer. Morgen war Freitag, und der Freitag galt zu Altenahr für einen Glückstag und zum Fiſchen ertra, weil es ein Faſttag war, und Fiſche kein Fleiſch ſind nach den Sgtzungen der Kirche.
Neben Hubert lag ſchon ein hoher Haufen Rumpen und ſein E Vorrath von Weiden und Weidenſchalen reichte noch weit. Bekam er die alle voll, ſo war ein reiner Gewinn von zehn Gulden gewiß; dann hatte er fünfzehn Gulden. Das war ein Reichthum, und den wollte er gern für Annchen hingeben, wenn ſie dafür ſein liebes Mailehen werden konnte; auch wenn er hintennach darben mußte!
Der Mond ſchien hell zu ſeiner Arbeit. Droben im Flecken wurde es ſtille. Die Uhr ſchlug eben Zehn.
Da plätſcherte es im Waſſer, als wenn Jemand ſachte heran⸗ ſchliche. Hubert horchte.
Es wird ein naſchiger Otter ſein, der den Rümpchen nach⸗ ſchleicht, dachte er bei ſich, und gleich war der Gedanke da: ich will dir's vertreiben! er warf einen Stein ins Waſſer, daß es
latſchte; Alles wurde ſtill. Dem hab' ich's vertrieben! ſagte er halblant und lachte dazu 5 Aber— da patſchte es wieder und näher.
Das iſt ein freches Bieſt! ſagte er und wollte zum Ufer treten; aber wie fuhr er zurück, als er plötzlich die Weiden weg⸗ bog und einen Menſchenkopf vor ſich ſah.
„Bſt!“ klang's an ſein Ohr. Er ſah ſchärfer, und bald hätte er laut aufgeſchrieen— denn mit einem leichten Sprunge ſtand n ihm.


