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Eine Nacht.
nicht geſtatten, ihn auf einer ſo gefahrvollen Bahn zu begleiten. Er veranlaßte ſie zu einem Beſuch bei dem Gatten ſeiner verſtorbenen Schweſter, dem Amtmann H., mit dem Verſprechen, ſie vor ſeiner Abreiſe dort noch zu ſehen, da er ſelbſt mit dem Amtmann Geld⸗ angelegenheiten zu ordnen habe. Mochte ſein Ver⸗ ſprechen auch ernſtlich gemeint ſein, bei der Trennung übermannte ihn eine ſeinem ſtrengen Weſen ungewohnte
Rührung, und ſie no
Augen von Thränen umflort. Ahnung ſagte, daß es für das letzte Mal ſei. In
und als er ſein Kind in den Wagen hob ch einmal an ſeine Bruſt drückte, waren ſeine Vielleicht, daß ihm eine
einem kurzen Briefe
ſagte er dem Fräulein Lebewohl
und befahl ihr, bis zu weitern Nachrichten bei dem Amtmann zu bleiben und ſich möglichſt in ſeine Launen und Eigenheiten zu fügen, da er ihr kein anderes Afhl zu bieten wiſſe. Es waren die letzten Zeilen, die ſie von ſeiner Hand empfing. Der ſchickſalsreiche Winter verfloß in ängſtlicher Erwartung; gegen Ende desſelben erhielt das Fräulein durch Mittheilung gefangener Offi⸗ ciere die Trauerkunde, daß der Major in der Schlacht bei Borodino den Heldentod gefunden.
Erzählte Leiden bilden zwiſchen den ſich mitthei⸗ lenden Perſonen ein ſtilles, ſtarkes Band. Der trau⸗ liche Verkehr mit dem ſchwergeprüften jungen Mädchen, obwohl auf ſeltene, karg zugemeſſene Augenblicke be⸗ ſchränkt, verſöhnte mich mit den vielen Unannehmlich⸗ keiten meiner Stellung, welche mir beſonders durch den Deſpotismus und das mürriſche Weſen des Amtmanns erſchwert wurde. Die ganze Natur dieſes Mannes
ruhte auf einem naiven Egoismus. Alle Dinge der Welt beurtheilte er nach den Einflüſſen, welche dieſelben auf ſeine Perſon äußerten, oder möglicher Weiſe äußern könnten. Er gefiel ſich in ſeinem einträglichen Beſitz und dem ruhigen Wachsthum ſeiner irdiſchen Güter, welche er auf feine Weiſe genoß, und haßte Alles, was ihn darin zu beunruhigen oder zu ſchmälern drohte. 7
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