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reiche, welcher etwa den vierten Theil der in Ruinen liegenden Stadt umfaßte acht Tauſend Leichname ausgegraben und in ungeheueren Grüften beerdigt wor⸗ den. Aber es waren leider nicht alle Zerſchmetterte, viele, ſehr viele wurden völlig unverletzt hervorgezogen, die der Rauch des Brandes erſtickt hatte oder die des grauſenhafteſten Hungertodes geſtorben waren.— Manche fand man noch lebend und widmete ihnen die menſchenfreundlichſte Sorgfalt; aber es waren ihrer nur Wenige.
Dreißig Tarſende waren ein Opfer dieſes grauſen⸗ haften Ereigniſſes geworden, eine Zahl, welche noch vermehrt wurde durch die, welche die Schrecken dieſes Tages, die erduldeten Leiden von Hunger, Durſt und Kälte bei kaum verhüllender, heidung, dr Schmerz von verlorenerGeliebte, ſo ten, nee und Eltern, und um den Verluſt aller Habe dem Tode üherlieferten. Viele wurden völlig wahnſinnig.—
Herr Weiher ſchwieg, weil ihn die Darſtellung tief erſchüttert hatte. Wir alle ſaßen ſtille da und die
Bilder des Jammers, die er uns geſchildert hatte, preßten uns Thränen des Mitleids aus.
Ach ſagte nach einiger Zeit Eine aus der Geſell⸗ ſchaft, die Schilderung das jedes Menſchenherz er⸗ ſchütternden Ereigniſſes hat Sie der Perſonen ver⸗ geſſen laſſen, an denen wir ſo innigen Antheil genommen.
Es iſt wahr, ſagte der liebe Mann, und Sie thun wohl, mich daran zu erinnern. Ich habe Sie da verlaſſen, wo der gewaltige Erdſtoß, alle, welche in Antonios Häuschen Unterkunft gefunden, ins Freie getrieben hatte. Antonio hatte ſeinen noch immer ohnmächtigen


