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glücklichen das raubten, was ſie aus dem Grabe der Zerſtörung etwa noch gerettet hatten.
Der Hof befand ſich auf dem Luſtſchloſſe Belem, eine kleine Stunde von Liſſabon. Aber auch dort er⸗ ſchütterte das Erdbeben in gleicher Weiſe, wie in der Hauptſtadt, den Felſen, auf dem das Schloß liegt. Der König und ſeine Familie ſammt dem Hofe und ſämmtlichen Bewohnern von Belem flohen auf das freie Feld und brachten dort drei Tage und drei Nächte zu. Als er hier von den Greueln des Raubens in Liſſabon, von dem Hunger und der Verzweiflung Tau⸗ ſender vernahm, ergriff er ſchnell die geeigneten Mittel dem Raube zu ſteuern und den Hunger zu ſtillen.
Die Räuber wurden ohne Schonung ſtandrecht⸗ lich aufgeknüpft und überall her, befahl der König, Lebensmittel herbei zu ſchaffen. Ganz beſonders hal⸗ fen hier die Schiffe im Hafen. Ihre Vorräthe halfen der erſten Noth ab, dann aber wurden Lebensmittel in Menge herbei gebracht. Ebenſo Kleidungsſtücke. Man baute Hütten aus Reiſig und Stroh und lagerte ſich darinnen, bis es möglich war beſſere Zelte her⸗ zurichten oder die Obdachloſen in den Wohnorten der Nähe unter zu bringen, wo ſie das Mitleid mit Freu⸗ den aufnahm.
Erſt am fünften November, nachdem die Feuers⸗ brunſt erloſchen war, begann man in der Stadt auf⸗ zuräumen. Der König ließ ganze Regimenter dabei anſtellen und arbeiten. Kein Stand wurde freigeſpro⸗ chen. Jeder mußte Hand anlegen. Wie that es aber auch Noth. Welch neues Elend war zu befürchten, wenn der Geruch der Leichname die Luft verpeſtete!
Bis zum achten November waren in einem Be⸗
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