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ner der Landhäuſer gaben willig ihre Vorräthe hin; dennoch waren Viele am Verſchmachten, als durch des Königs Fürſorge Lebensmittel anlangten und nahe Quellen ihr Waſſer ſpendeten. Und wäre nicht aus der weiten Umgegend Hülfe gekommen, hätte man nicht aus Spanien ſelbſt Lebensmittel geſendet, der Hungertod hätte eine faſt ebenſo große Zahl hingerafft, als das Erdbeben, die Fluth und die Flammen. Das andere Uebel, welches das Elend vermehrte, ging leider von menſchlicher Ruchloſigkeit aus. Man hat behaupten wollen, auch das Feuer ſei von mord⸗ brenneriſcher Hand angelegt worden; allein es iſt ſo nahe gelegt, die Urſache deſſelben in den ſchon erzähl⸗ ten Umſtänden zu finden, daß ich, fuhr Herr Weiher
in ſeiner Erzählung fort, zur Ehre der Menſchheit
dieß nicht finden kann. Es iſt ſo leicht geſagt, und ſo ſchwer bewieſen! Wollte Gott, ich müßte Ihnen nicht jetzt Thaten berichten, vor denen das Herz ſchaudert.
In einer Stadt von ſo zahlreicher Bevölkerung, wie die Hauptſtadt des Königreichs Portugal, darf man leider ſchon auf eine große Zahl Uebelthäter und Verworfene ſchließen. In ſolchen Hauptſtädten ſam⸗ melt ſich Raub⸗ und Diebsgeſindel in Menge, weil es da ſeine abgelegene Schlupfwinkel und Gelegenheit findet, ſeine ſchändliche Gewerbe zu üben. Nun waren während des Erdbebens aus den Gefängniſſen die Verbrecher theils aus Barmherzigkeit entlaſſen worden, damit ſie nicht verſchüttet und zerſchmettert würden, theils hatten ſie ſich, da Alles floh, ſelbſt befreit. Sie einigten ſich nun mit denen, welche ſich in Liſſabon herumtrieben und bandenweiſe durchzogen ſie die Stadt
und raubten, was zu rauben war, ſelbſt auf die Ge⸗


