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nehmen ſollen, die alle verſchüttet, woher das Waſſer, da zu keinem Brunnen ein Zugang zu gewinnen war? Ja,— da überhaupt Niemand ſich in die Stadt ge⸗ traute, wo man jeden Augenblick neue Stöße des Erd⸗ bebens erwarten zu müſſen glaubte, wer hätte helfen können?—
So ſtanden die nicht genug zu beklagenden Un⸗ glücklichen und ſahen, wie das gierige Element den letzten Reſt ihrer Habe verſchlang, mußten es fünf Tage lang wüthen ſehen, bis ihm endlich die Nahrung ge⸗ brach und es in ſich ſelbſt erloſch, während in der Tiefe es noch fortglomm und ſeine erſtickenden Rauch⸗ ſäulen, als unzweideutige Zeichen ſeines Daſeins und zerſtörenden Wirkens in die Höhe trieb.
Zu dieſen ſchrecklichen Wirkungen der Kräfte der Tiefe und der entfeſſelten Elemente geſellten ſich ſchnell zwei andere Uebel, die nicht weniger zur Vermehrung des Elendes beitrugen.
Wer könnte die Thränen zählen, die um verlorne Lieben geweint wurden; wer den Schmerz ermeſſen, der die Herzen kinderloſer Aeltern, älternloſer, verlaſ⸗
ſener Kinder, getrennter Gatten erfüllte? Und zu die⸗
ſem beiſpielloſen Schmerze über verlorne Lieben, über zerſtörtes Lebensglück, über den Verluſt aller Habe, trat jetzt bei dem ſinkenden Abende der bebende Froſt, der nagende Hunger, der brennende Durſt!
Niemand hatte in der Eile der Flucht an Lebens⸗
mittel gedacht. Die meiſten Brunnen waren verſchüt⸗ tet; zum Tajo wagte Niemand zu gehen, deſſen Waſ⸗ ſer ohnedem durch das Eindringen des Meeres un⸗ genießbar geworden war. Was in den Gärten noch Eßbares war, das wurde verſchlungen. Die Bewoh⸗
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