—
Wollte man das unbegreiflich finden, ſagte nach einer Weile Herr Weiher, ſo würde ich fragen: Habt Ihr nichts davon gehört, daß die Dampfkeſſel der Dampfſchiffe zerſpringen und daß dann die mächtigen Schiffe, worinnen ſie ſich befanden, zerſplittert und hoch in die Luft geſchleudert werden mit allem, was drinnen, darauf und daran iſt? So iſt ja eins der Dampf⸗ ſchiffe, welche zuerſt die Rhone in Frankreich befuhren, irre ich nicht, in oder bei Lyon, zerſtört worden, und fanden alle, die darauf waren, den gräßlichſten Tod; ſo zerſprangen die Keſſel der amerikaniſchen Boote auf dem Miſſiſippi, welche unzähligen Menſchen das Leben koſteten. Und fragt man: Warum zerſprangen und zerſpringen dieſe Dampfkeſſel? So iſt die Antwort: weil unmäßig gefeuert, unmäßig viel Dampf erzeugt wurde, der nicht ſchnell genug abgeleitet werden konnte, ſich daher ungeheuer ſpannte und ballte, und ſo den mächtigen Keſſel aus getriebenem Kupfer zerſprengte und das ganze Schiff in tauſend Splitter zerriß. Solche ſchreckliche Wirkung kann der Dampf in ſo einem ver⸗ hältnißmäßig kleinen Keſſel hervorbringen, wieviel mehr wo er in ſo ungeheurer Mengez Macht und Kraft ſich erzeugt, daß uns der Maßſtab fehlt, ſolche zu beurtheilen. Da gibt's ein ganz anderes Sto⸗ ßen und Beben, indem der Widerſtand ſo viel ſtär⸗ ker iſt..
So denke ich mir nun, daß, da der Mittelpunkt des Erdbebens am 29. Juli letzthin in der Nähe des Städtchens Sanct Gvar am Rheine war, dort herum ſo ein Kanal aus der bodenloſen Tiefe des Innern der Erde, freilich, wer weiß, wie tief noch unter der Oberfläche unſerer Erde, ſich befindet, durch den einmal
„
.
„
————
—
. ———————.


