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Seidenband, der den Strauß umſchloß, von des Geliebten Hand die Worte:„Dieſe Ro⸗ ſen grußen ihre Koͤnigin, und bitten: Komm!
o komm— wo ein treues Herz Dich er⸗
ſehnt!“— Im Rauſche des Entzückens nahm Eliſabeth der Roſen ſchoͤnſte, und heftete ſie an den hochwallenden Buſen⸗
Von den Melodien dieſer Stunde der Ah⸗ nung und Sehnſucht begleitet, ging die Braut zogernd und verlangend. In dem zur Bilder⸗ gallerie führenden Vorſaal erwarteten ſie: Der Braͤutigam, der Vater, und— die Aeltermut⸗ ter Rothenburgs.— Gluͤhend wie die Mor⸗ genröthe ſank ſie in die umfangenden Arme
des Geliebten— empfing des und
der Aeltermutter Segen.
Mit den Worten:„Nimm, und trage es zu meinem Andenken, als ein Zeichen der Liebe, welche die Welt beſiegt!“ überreichte ihr die Matrone ein reiches Demantkreuz.
Die Flügelthüren der Gallerie rauſchten auf. Von dem Bräutigam gefuͤhrt, an der
Seite der Ahnfrau, trat Eliſabeth mit ihrem


