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Pfeiler gelehnt, heftete er das kummergetruͤbte
Auge ſtill betrachtend auf ein großes Bild, unter welchem die Worte ſtanden:„Pece pater! domus nostra a Gallis destructa.“
Nicht konnte Ambroſius an ihm voruͤber⸗ gehen, denn er ſah, daß der Unbekannte litt. Theilnehmend blieb er vor ihm ſtehen, indem
er ſagte: So jung mein lieber Freund, und
ſo kummervoll? Was blickt ihr denn auf
jene Ruinen, die uns der Feind zuruͤck ließ?
Großer und herrlicher iſt ja aus ihnen ein neuer Bau auferſtanden! Ward Euch irgend ein Gut geraubt, irgend eine Hoffnung zer⸗ ſtört— O! ſo habt Ihr ja, lieber junger Freund, einen Troſt und Beiſtand zu erwar⸗ ten, welcher keine Seele verläßt? die Vorſe⸗
huug eines allguͤtigen Gottes! Entdeckt mir
Euren Kummer— was ich vermag zu Eurer Huͤlfe, ſoll mit Freuden geſchehen.
„Es iſt mir,“ erwiederte der Unbekannte:“ als hörte ich die Stimme eines Menſchen⸗ Ach! Sie zu horen, habe ich faſt verlernt.“ Indem er es ſagte, ſuchte er eine Thraͤne zu verhergen, die in das in mäͤchtiger Bewegung


