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Der Unbekannte : Novelle / von K. Eduard von der Oelsnitz
Entstehung
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rollende Auge tnt. Dann fuhr er ſeufzend

fort:Was waͤre wohl, mein ehrwürdiger Vater in dieſer Welt anderes zu finden, als Ruinen? Ja! dieſt hohen, weiten Hallen, welche füͤr die Ewigkeit erbaut ſchinen, ſieht der Seher der Zukunft in Frümmern. Ein Wechſel von Vauen und Serſtören das iſt eigentlich der Inhalt des Lebens. Richt im⸗ mer jedoch läßt ſich das Zerſtörte wieder auf⸗ bauen, gleich dieſem Gotteshauſe. Die Vorſehung iſt wohl nur ein Sonnenſchirm fuͤr Glückliche! Der unglückiche, welcher den Wetterwolken Preis gegeben, kann ſich damit nicht ſchützen, noch wehren. Wahrlich! rief der Prior:Ihn nůß· tet fehr unglücklich ſeyn. So ſpricht die Ver⸗ zweiflung, und Gott möge ſich Eurer erbar⸗ men! Noch einmal könnet ihr Vertrauen zu mir haben, ſo ſagt immer, was Eure Sele quält, und glaubt nur ſicherlich: was ich als Wenſch und als Prieſter an Euch thuen kann, das werde ich nicht inte⸗ laſſen. 6 Dank, Hochwirbiget! rief np