lands Freude!“ Er ſprach's und reichte die Traube dem Pater Anton, welcher die Al⸗
moſen des Kloſters an die Bedürftigen aus⸗
zutheilen hatte.
Der legte ſie in eine irdene, mit Herbſt⸗ blumen verzierte Schuͤſſel; darunter ein Gold⸗ ſtuͤck. Und jetzt nahm er den Wanderſtab, um das nahliegende Dorf zu beſuchen, um ſeinem älteſten und duͤrftigſten Greiſe als Geſchenk zu uͤberbringen, wäs in jedem Herbſt wiederkehrte, und von dem frommen Sinne der Vätet zum Herkommen geheiligt war.
Bald wehete von des Weinberges hoͤch⸗ ſtem Gipfel die weiße Fahne, als Zeichen der weichen Trauben. Der Glocken heller Klang flog in raſchen Zügen durch die Thäler. Es ſammelten ſich zum Dankgebet die Serviten in den feſtlich geſchmuͤckten Hallen der Kirche, und Arbeiter ſtroͤmten in den Weinberg. Die laute Fröhlichkeit der zu Fuß, zu Roß und zu Wa⸗ gen herbeiziehenden Menge brach in die fried⸗ liche Stille der kurz zubor noch einſamen Klo⸗ ſtermauern, bis ſich vor den Pforten der Kirche der Jubel der freudemuthigen Herzen im
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