Teil eines Werkes 
1. Band (1874) Das Gespenst / von Hermann Oelschläger
Entstehung
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am Tiſch, der gut geſpeiſt und gut getrunken hatte, empfing ihn aufs leutſeligſte. Er trug einen Man⸗ tel von ſchwerem dunkelrothem Sammt und mit koſt⸗ barem Pelzwerk beſetzt; am Hals glänzte ihm eine goldene Kette, deren Werth Fellner gar nicht zu ſchätzen wagte. Der Kaiſer forderte ihn auf, ſeine Spuk⸗ geſchichte zu erzählen, von der er ſchon halb und halb gehört habe, aber ſo ausführlich mie möglich.

Fellner fuhr ſich vor Verlegenheit durch die ge⸗ ſträubten Haare, und das machte den Kaiſer lachen; dann erzählte er in ſeiner trockenen, luſtigen Art den Hergang der Geſchichte. Der Kaiſer, der auf jedes Worte hörte, und die Fürſten lachten, ſo herzlich ſie nur konnten.

Und dieſer Konrad, Euer Schwager, fragte Maxmiilian dann, indem er ſich wieder behaglich in ſeinen goldgeſchmückten Lehnſtuhl zurücklegte,iſt Söld⸗ ner im Dienſte der Stadt?

So iſt es, antwortete Fellner.

Schade um einen ſo tüchtigen Burſchen, ſagte der Kaiſer,den will ich ſelbſt in mein kaiſerlichen Dienſt nehmen, und Ihr könnt ihm davon Mitthei⸗ lung machen. Was aber iſt aus dem hochwürdigen Herrn von Raidenbuch geworden, der ja für einen