thümlichen Ruf gehabt hat, den er heute beim Ein⸗ zug vernommen, und will ſich nun Eure Geiſterge⸗ ſchichte von Euch ſelbſt erzählen laſſen.“
„Das hättet Ihr viel beſſer thun können als ich⸗
ſtieß Fellner unwirſch heraus.
„Sputet Euch“, drängte der Kämmerer,„ſo vor⸗ nehme Herren warten nicht gern.“
Klopfenden Herzens ſchritt Fellner neben dem
Kämmerer durch die dunklen Straßen; in ſeiner Ein⸗ falt hatte er ſogar heimlich Angſt, der Kaiſer möge ihn ſchelten, daß er heute vielleicht ſeines Pferdes Decke zu derb angefaßt habe. Nur mit halbem Ohr vernahm er, was ihm Lyskirchner wohlmeinend rieth und wie er mit dem Kaiſer ſprechen ſolle.
Todtenſtill ward es im Saal, als der Schneider, von Lyskirchner geführt, eintrat. Der Lichterglanz blendete ihn, und er ſah all die vornehmen Herren ringsum nur in unbeſtimmten Umriſſen. Nur den dicken Junker von Guttenſtein erkannte er, der ſaß mit hochgeröthetem Geſicht und im blauſeidenen Wamms ganz in der Nähe des Kaiſers. Er ſah, bequem in den Lehnſtuhl zurückgelehnt und den Fuß des Gold⸗ bechers vor ſich mit der Hand umfaßt haltend, ſehr
vergnügt drein und nickte dem Schneider wie einem
alten Bekannten freundlich zu. Auch der Kaiſer oben
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