Teil eines Werkes 
1. Band (1874) Das Gespenst / von Hermann Oelschläger
Entstehung
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paar ſchwere Augenblicke zu ſparen, die dem jungen waghalſigen Geſpenſterfänger doch wahrhaftig nicht ans Leben gingen.

Aber ſchon ertönte der Ruf ihres Vaters, der den zaghaften Konrad bei ſeinem Eintreten gar nicht zu ſeiner wohlüberdachten Rede hatte kommen laſſen, um ihm nur mit ernſten, warmen Worten ans Herz zu legen, wie er ihm mit Gertrud den beſten und ſchön⸗ ſten Schatz anvertraue, den er beſitze und den Konrad denn auch fürs Leben hoch und gut bewahren möge⸗ Bei ſo ſchlichter freundlicher Rede des alten Weit⸗ mos war Konrad gleich alle einfältige Scheu losge⸗ worden, und ſein männliches Herz war voll aufrichti⸗ ger Verehrung und Dankbarkeit, als ihm der alte Weit⸗ mosherzlich die nun Hand bot und nach ſeiner Toch⸗ ter rief.

Zur rechten Zeit traten jetzt auch Fellner und Agathe ein, mit herzlichen Glückwünſchen das junge verlobte Paar zu begrüßen. Als aber die Nacht herein⸗ gebrochen war, ſaßen ſie alle noch vergnügt in der heim⸗ lichen Wohnſtube neben der Apotheke, obenan am ſchwe⸗ ren Eichentiſch der alte Weitmos, der, wie ſichs gebührte, den Vorſitz führte und, da er ſeine Tochter ſo glück⸗ lich und dankbar ſah, in heiterſter Stimmung das Wohl des Brautpaares ausbrachte.