Teil eines Werkes 
1. Band (1874) Das Gespenst / von Hermann Oelschläger
Entstehung
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die beklommene Einſilbigkeit des ſonſt ſo muntern und kecken Konrad nicht zu bannen. Er trug nicht ge⸗ ringe Scheu vor der großen Gelehrſamkeit und vor der Würde des Apothekers und kam ſich ſelbſt in dieſem Augenblick recht unbedeutend und recht verwegen zu⸗ gleich vor.

Gertrud ſchlüpfte allein voraus in das Arbeits⸗ zimmer des alten Weitmos.

Sie flog ihrem Vater an den Hals.Er iſt da, ſagte ſie leiſe und in holdem Erröthen.

Dann laß ihn eintreten, entgegnete ihr Vater und küßte liebreich ihre weiße Stirn.

1Noch eins, Väterchen flüſterte ſie bittend.Nicht . wahr, Du machſt es kurz und läßt mir den guten Konrad nicht zu lange reden?

Sei ohne Sorgen, mein Kind, lächelte der wackere Mann halb wehmüthig,ich werde ſeine und Deine Ungeduld auf keine lange Probe mehr ſtellen. Gertrud eilte in das Nebenzimmer, mit pochen⸗ dem Herzen und voll Aufregung das kleine Gemach auf und ab ſchreitend. Sie ſtrich die goldenen Haare aus der glühenden Stirn. Der arme Junge! dachte ſie in ihrer übergroßen Zärtlichkeit und hätte vermuth⸗ ſcch bei ihrem Vater gerne um ihre eigene ſchöne kleine Hand für Konrad angehalten, nur um dieſem ein

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