hatte dem alten Weitmos den Tag zu einem glorrei⸗ chen und freudevollen gemacht, und er glaubte ihn nicht beſſer feiern zu können, als indem er den heiße⸗ ſten Wünſchen ſeiner blondlockigen Gertrud die end⸗ liche Erfüllung nicht länger vorenthielt. Konrad ſei, wie er nun die Ueberzeugung habe, ein braver Burſche,
der das Herz auf dem rechten Fleck habe und ſich ge⸗
wiß noch die Stellung verſchaffen werde, die ſeiner Tochter würdig ſei.
Das Herz Konrad's jubelte hoch auf. Fellner und Agathe waren ſchnell genug in das ſchöne Geheimniß gezogen, und nach kurzer gemeinſchaftlicher Berathung zogen ſie zuſammen der Apotheke zu, wo der alte Weit⸗ mos, wie alle Tage, ſo auch heute zum Wohle der leidenden Menſchheit geſchäftig herumhantierte. Ger⸗ trud und Konrad eilten bewegten Herzens voraus, die erſtere voll Ausgelaſſenheit plaudernd und la⸗ chend, der andere einſilbig und zuletzt in tiefes Nach⸗ denſen verſunken.
Gertrud mochte keine Freude an ſolchem Weſen finden, da ſchwieg ſie denn auch. Aber das dauerte nicht lange.
„Es iſt Dir doch nicht unangenehm“, ſagte ſie plötzlich wieder,„daß Dich mein Vater heute um die Ehre bitten will, ſein Schwiegerſohn zu werden?“


