Teil eines Werkes 
1. Band (1874) Das Gespenst / von Hermann Oelschläger
Entstehung
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Rücken des kaiſerlichen Pferdes hinlief, mit der linken Hand haltend; vor, neben und hinter ihm aber liefen lachend eine Menge Dirnen, geputzt und von höchſt leichtfertigem Ausſehen, die alle ſich an der kaiſerlichen Majeſtät hielten, an einem Waffenſtücke, das ſie mit der Hand erreichen konnten, oder an der Decke des Pferdes, oder ſelbſt an deſſen Schweif, der eigentlich die bequemſte und beſte Handhabe bot.

Alle dieſe Dirnen waren wie Fellner vor kurz oder lang vom Rathe aus der Stadt verwieſen wor⸗ den. Einem alten Herkommen gemäß, Niemand ab⸗ uhalten, der an dem Saum des kaiſerlichen Gewan⸗ des die Hand hatte und ſo nebenher lief, hatten ſie ſich auch heute an den Kaiſer angeklammert, und mit⸗ ten unter dieſer Schaar hielt auch Fellner heute un⸗ behelligt und unangetaſtet ſeinen Wiedereinzug in die Stadt.

Das Volk aber hatte ihn raſch erkannt und be⸗ grüßte ihn von allen Seiten mit dem verhängnißvol⸗ len Rufe:Die dicke Agnes!

Es war gut, daß der Dom nur noch ein paar Schritte entfernt war. Etwas mißmuthig ſtieg der Kaiſer, am Portale vom Biſchof und der geſammten Geiſtlich⸗ keit unter Glockengeläute empfangen, vom Pferde; Fell⸗ ner aber ließ voll Glück und Freude, daß ihm ſein