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hageren Antlitz ritt er unmittelbar hinter dem Kaiſer her, eine hohe Geſtalt, breitgeſchultert und von fürſtli⸗ cher Würde.
Voll Huld neigte ſich des Kaiſers Majeſtät zu den Rathsherren und voll Gnade nahm er die Ge⸗ ſchenke entgegen, die ſie ihm in üblicher Weiſe darbo⸗ ten. Sein blaues Auge blickte heiter über das jubelnde Volk hin, und gern gewährte er die Erlaubniß, daß ihn der Rath zunächſt in den Dom geleite, wo der Biſchof ein feierliches Tedeum ſingen ſollte. So ſetzte ſich der Zug weiter über die Brücke in Bewegung. Hinter dem Kaiſer ritten die andern Fürſten des Reichs, dann folgte in vielen Haufen das Fußvolk in leichten Harniſchen und Eiſenkappen, mit Schwertern und langen Hellebarden oder mit ſchweren Handfeuer⸗ geſchoſſen. An dieſe ſchloſſen ſich die Reiter, und den Beſchluß machten die langen Falkonetten und Feld⸗ ſchlangen, die, nun voll Schmuz und Rauch, an jenem Tage gleichfalls ein großes Wort mitgeſprochen hatten.
Auf Konrad's Wunſch hatten ſich auch Agathe 6 und Gertrud aufgemacht, des Kaiſers Einzug mitan⸗ zuſehen. Namentlich die erſtere bedurfte der Zerſtreu⸗
ung ſehr, denn ihr treues Gemüth neigte wieder recht zum Trübſinn und zum Grillenfangen. Halb und halb war ihr das auch nicht zu verdenken: Fellner hatte


