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ſchönſten Stücklein zum Preiſe des Siegers, der, den übrigen Fürſten voraus, ihnen auf hohem Roſſe folgte.
Eine unzählige Menge Volkes war, da ſich im Laufe des Tages auch die Ungunſt des Wetters ge⸗ kehrt hatte, dem Kaiſer ſiegesfroh entgegengeeilt. Als dieſer in wehrhaftem Harniſch und koſtbarer Sturm⸗ haube durch die breite Straße von Stadtamhof ſich der Brücke von Regensburg näherte, ſah er die Raths⸗ herren der alten Reichsſtadt verſammelt, ihn feierlich zu empfangen und zu begrüßen, unter ihnen auch Port⸗ ner, den die dringende Einſprache Maximilian's ſchon vor Wochen aus dem Gefängniß des Staufer befreit hatte. Ein zufriedenes Lächeln umſpielte die Lippen des Kaiſers. Noch mehr aber erfreute ſein immer be⸗ gehrliches Herz wohl der Gedanke an den reichen Ge⸗ winn, den ihm ſelbſt dieſer Sieg bringen ſollte. Denn bei all den phantaſtiſchen und abenteuerlichen Plänen, denen er ſein ganzes Leben lang nachjagte, war er mit echtem habsburger Sinn doch ſtets und vor allem nur auf die Vergrößerung ſeiner Hausmacht bedacht, und der gute Herzog Albrecht von München ahnte nicht, wie theuer auch er die Waffenhülfe ſeines kai⸗ ſerlichen Schwagers mit einem Theile ſeiner ſchönſten
Beſitzungen noch bezahlen mußte. Ernſte Ruhe im Oelſchläger. Novellen. I. 14


