Teil eines Werkes 
1. Band (1874) Das Gespenst / von Hermann Oelschläger
Entstehung
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bemerkt, daß das Volk um ihn aufs neue in Bewe⸗ gung gekommen war. Ein zweiter Reiter in offener Sturmhaube und Hals und Oberarm mit glänzenden Eiſenſchienen verwahrt, indeſſen der übrige Körper nur in eine kurze, enganliegende Jacke und gleiche Beinlinge von greller grüngelber Farbe gekleidet war, kam heran⸗ geſprengt; den aber hatte dig Menge an ſeinen Farben raſch als einen Knecht des Staufer erkannt, veſſelben, der ihre Wuth ſo aufs äußerſte gereizt hatte. Der Knecht ſchien eine willkommene Beute des Volksgrimms werden zu ſollen. Man ſchrie, zeterte, tobte und wollte ihn vom Pferde reißen, wo er un⸗ fehlbar verloren geweſen wäre. Da fiel der Blick des Knechtes, der ſich ſchon längſt nach einem befreunde ten Geſicht in der Menge umgeſehen haben mochte, auf den Schneider, der noch immer trüb und theil⸗ nahmelos auf ſeiner Bank vor ſich hinſtarrte.

Fellner, Fellner! rief er zu ihm herüber.

Wie eine Natter ſchnellte der Angerufene in die Höhe. Mit einem Satze war er bei dem bedrängten Knechte, einem jungen Burſchen von freiem, männli⸗ chem Anſehen. Statt ihm aber zu helfen und ihn aus den Händen der Menge zu befreien, ſchrie er:

Grade recht kommſt Du mir, Burſche! Schaff' mir mein Weib, ſchaff' mir Agathe wieder!