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war Fellner vergönnt, aber ſtatt ſich darüber zu freuen, verzerrten ſich die Züge ſeines Geſichtes vor Eiferſucht und Zorn in einer wahrhaft komiſchen Weiſe. Nur zu gut hatte ſein ſcharfes Auge erkannt, daß der Ret⸗ ter ſeines jungen und ſchönen Weibes der Junker von Guttenſtein geweſen war, einer der berüchtigtſten Ga⸗ lants der damaligen Zeit, und neben ihm gewahrte er nun auch ſchon deſſen vertrauteſten Freund, den Domherrn von Raidenbuch, deſſen Streben, wie man ſagte, gerade auch nicht dahin ging, ſich vor der übri⸗ gen ſittenloſen Geiſtlichkeit ſeiner Zeit durch beſonders tugendhaften Wandel auszuzeichnen. Das Alles war dem armen eiferſüchtigen Schneider genug. Die Au⸗ gen traten ihm vor Entſetzen aus den Höhlen, mit der Rechten fuhr er ſich wie toll durch die aufgeſträub⸗ ten Haare,„Agathe, Agathe“, rief er angſtvoll über die Köpfe des Volkes hin, glaubte ſich auch bereits von ihr erkannt, da ſchüttelte der Landsknecht, des aufgedrungenen Reiters ſatt, ſeine breiten Schultern, und ſofort, wie die reife Frucht vom Baume, fiel Fell⸗ ner wieder herab in die Menge, deren Wogen förm⸗ lich über ihm zuſammenſchlugen.
Das war noch nicht das Schlimmſte; denn in dieſem Augenblick— alles Vorangegangene war nur das Ereigniß weniger Sekunden geweſen— kam der


