Teil eines Werkes 
1. Band (1874) Das Gespenst / von Hermann Oelschläger
Entstehung
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zu bald das Maß gefunden, das zu überſchreiten ihm nicht möglich war, und ſah er nichts als nur die Köpfe der Umſtehenden, federngeſchmückte Baretts, ge⸗ ſchwungene Arme, geſtikulirende Hände. In unſag⸗ licher Aufregung drehte und wandte er ſich. Da tauchte plötzlich die rieſenhafte Geſtalt des Landsknech⸗ tes wieder vor ihm auf, mit dem er vorhin in Streit gerathen war; mühelos blickte dieſer über die Köpfe hin; aber da war auch ſchon Fellner's Entſchluß ge⸗ faßt ein Satz und mit keckem Griff ſaß er dem über⸗ raſchten Söldner gekrümmt im Nacken, ein Gegenſtand des Gelächters für alle Umſtehenden. Pfeilſchnell flog ſein angſtvoll ſuchender Blick über das Volk weg in der Richtung, in welcher er vorhin die Stimme ge⸗ hört hatte, und ſchon ſah er auch Agathe, ſein Weib, dort, wo die Häuſer den Platz begrenzten, mühevoll nach einem ſichern Platze ringen. Die aufgeregte Menge umflutete ſie, hin und her ſchob ſich die ungefüge Maſſe da beugte ſich ein Mann, der mit Andern anf den Steinſtufen eines Hauſes ſicher ſtand, hülfebe⸗ reit zu ihr herunter, bot ihr den ſtarken Arm, und

mit anmuthigſter Leichtigkeit ſchwang ſich die Bedrängte

zu ihm hinauf, der ſich ihr als ein ſo rechtzeitiger Helfer in der Noth erwieſen hatte.

Gerade dieſen Moment der Rettung mitanzuſehen, Helſchläger, Novellen. I. 2