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ſchöne und ſtolze Pfalzgräfin erbärmlich am Boden liegt und das ganze deutſche Reich ihr zu Liebe an den Bettelſtab gebracht iſt. Seht Ihr's nicht jeden Abend, wie der Himmel ringsum geröthet iſt von den—“
Fellner konnte ſeinen Satz nicht vollenden. Ein ungeſtümes Schreien und Toben der Menge tönte von der Straße her, welche noch heute durch jenes alte, hohe Haus mit der rieſengroßen Darſtellung des Kampfes zwiſchen Goliath und David berühmt iſt, die ſeine breite Außenſeite bis zum dritten Stockwerk hinauf ſchmückt. Aber dieſes Schreien klang nicht mehr wie ein Ausbruch des Zorns und der Rachgier, ſondern das waren Rufe der Freude, die ſich raſch immer näher wälzten und um ſo gewaltiger wurden, je näher ſie kamen. Die Rathsherren, die nun ſchon Stunden lang da oben den heiklen Fall mit beſorgten Mienen er⸗ wogen hatten, eilten überraſcht an die Fenſter ihres Sitzungsſaals, und nun theilte ſich auch aufſchreiend die Menge, und durch die ſchmale Gaſſe kam in ſau⸗ ſendem Galopp ein Reiter herangejagt, mit glühendem Geſichte, barettlos und die grauen Locken gleich dem Mantel im Winde flatternd.
Als der Lärm laut geworden war, der Fellner um den Schluß ſeiner ſchönen Rede bringen ſollte, hatte auch dieſer ſich überraſcht gewandt und, ſeine


