erſt neulich an den Rath geſchrieben, als eine Ver⸗ letzung ſeiner kaiſerlichen Hoheit ſelbſt anſehen, wenn ihm nicht zu Willen gehandelt werde. Darauf ſtützt ſich nun wieder der Staufer und verlangt täglich dringender das Gut der Pfalzgräflichen.“
„Und fängt“, fiel einer entrüſtet ein,„wie ein Wegelagerer uns Rath und Kämmerer der Stadt von der Straße weg!“
„Hält ſie wie Verbrecher auf ſeiner Burg feſt“, ergänzte ein Anderer.
„Und höhnt uns alle mitſammt der Stadt von ſeinem Räuberneſte aus!“ zeterte ein Dritter.
„Beruhigt Euch, Leute“, mahnte der Stadtvogt, der einen neuen Ausbruch des Volksunwillens fürchtete. „Unſer wohlweiſer Rath hält die Ehre der Stadt feſt in ſeiner Hand, und auch der Kaiſer wird dieſen Un⸗ glimpf nicht dulden wollen.“
„Der Kaiſer!“ meinte ein junger Menſch in einem Tone, der wenig Vertrauen verrieth;„der iſt unſerer Stadt doch nie recht grün geweſen, und nun währt der Krieg ſchon Monate hin, überall durchs deutſche Reich ziehen ſengend und brennend die Kriegsvölker, und dafür weiß erſt recht keine Seele, wer in Strau⸗ bing Herr werden ſoll. Hätte man doch die Pfalz⸗ gräfin Eliſabeth als Herrn dort gelaſſen! Wie ſtolz


