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ſchlechter und weniger treu gedient, als Ihr Lands⸗ knechte es heute dem und morgen jenem thut?“
„Das nicht“, meinte der Gefragte gutmüthig, „aber“, fuhr er fort und ſtrich ſich langſam über den dichten Vollbart,„man erzählt ſich, daß Euer Herzog Euch in jede Schlacht die Hellebarde und das Schwert hat im Wagen nachfahren laſſen, weil Ihr ſie nicht habt tragen können.“
„Das lügt Ihr in Euren fuchsrothen Bart hin⸗ ein“, ſchrie Fellner zornig,„und hab ich meine Schuldig⸗ keit immer redlich gethan, wenn ich vielleicht auch nicht ſo viel geſtürmt, geſengt und gebrannt habe. wie Eure zuchtloſen Rotten, die dem ganzen deutſchen Land zum
Schrecken und zum Leide ſind. Habe ich nicht Recht,
Leute?“
Damit ſtülpte er keck ſein Barett auf den Kopf und wandte ſich mit einer raſchen Drehung ſeines örpers gegen die Umſtehenden, indem er noch die weiten Schöße ſeines abgetragenen Mantels vorn weit übereinander ſchlug, wie zur Bekräftigung ſeiner Rede.
„Ja, Ihr habt Recht, Fellner“, antwortete es ihm aus viel hundert Kehlen, und der Wächter zog ſeine Waffe feſter an ſich, indeß auch ſein Gefährte, der dem Streite bisher ruhig zugehört hatte, mit ver⸗ droſſener Miene näher trat.


