Teil eines Werkes 
3. Band (1869)
Entstehung
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167 denn kaum übertrieben, wenn er öfter zu Dora und ihrem Geliebten ſagte:

Kinder, ich kenne mich ſelbſt nicht mehr.

Und ſo mußte es denn zuletzt auch kommen, daß er eines ſchönen Tages die erfreuliche Mittheilung machte, wie ſeine Erzählung bereits im Laufe des Abends einem erfreulichen Schluß werde zugeführt werden. Am nächſten Tage ſollte dann dem Buche zu Ehren eine Flaſche Wein den Frühſtückstiſch ſchmücken und das Manuſcript an Heinrich ausgeliefert werden.

Der feſtliche Moment war gekommen, das Manu⸗ ſeript war übergeben und man hatte das erſte Glas auf eine glückliche Reiſe des Buches im literariſchen Deutſchland getrunken, als ſich Heinrich nochmals er⸗ hob und zu Doctor Anſelmus gewendet ſagte:

Und nun geſtatten Sie mir noch eine kleine Ueber⸗ raſchung, die ich für dieſen Tag mir vorbehalten habe.

Damit klopfte er an ſein Glas, die Thür öffnete ſich und zwei Männer ſchleppten eine große flache Holz⸗ kiſte herein.

Man ſchlug ſie aus einander, Heinrich ſtellte die Kiſte aufrecht an die Wand, zog den Deckel weg und weidete ſich an der ſprachloſen Ueberraſchung des Ge⸗ lehrten.

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