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Die Kiſte enthielt nichts Geringeres als das Bild der ſchönen Italienerin, das Bild Sidoniens.
Lange, lange konnte ſich Doctor Anſelmus von dem Anblicke nicht trennen; endlich reichte er Heinrich die Hand und ſagte:
„Wie danke ich Ihnen, Freund, für die Freude, die Sie mir bereitet. Aber wie haben Sie das mög⸗ lich gemacht?“
„Ich glaube Ihnen geſagt zu haben“ entgegnete der Gefragte,„daß ich dem Kloſter bei der Uebernahme meines Vermögens ein ziemlich bedeutendes Legat zu⸗ gewandt habe, um für mein Verſchwinden eher Ver⸗ zeihung zu erhalten, zugleich jedoch bat ich um die Erlaubniß, mir das Portrait Sidoniens hier copiren laſſen zu dürfen. Sie kennen die Liebenswürdigkeit des Pater Guardian; er glaubte mir das Original anbieten zu müſſen, das im Kloſter doch keine Beach⸗ tung finde, und bat ſich nur die Copie aus, welche dann die Stelle des Originals ausfüllen ſolle, ein Vor⸗ ſchlag, auf den ich mit Vergnügen eingehen konnte.“
„Nochmals, ich danke Ihnen, lieber Freund“ ſagte Doctor Anſelmus, wieder vor das Gemälde tretend,
„das Bild ſoll zu Hauſe ſeinen Ehrenplatz über meinem Schreibtiſche haben.“ Wie aber Dora ihren Oheim ſo in ſtiller Bewun⸗


