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ſpringend ein.„Sie ſagten vorhin, Sie hätten mir verziehen, laſſen Sie es zur Wahrheit werden, geben Sie mir Ihre Nichte.“
Während Heinrich dieſe Worte lebhaft ſprach, hatte ſich Dora wider allen Anſtand und alle Sitte und doch das Haupt verlegen zu Boden geſenkt an ihn geſchmiegt und den einen Arm gebogen auf ſeine Schulter gelegt, wie wenn ſie mit der Hand ihre erröthende Stirn ver⸗ bergen wolle.
Doctor Anſelmus aber deutete auf ſie und ſagte mit jenem trockenen Tone, der ihm eigen ſein konnte:
„Was will ich denn thun? Sie haben ſie ja ſchon.“
Viel Glück und viel Segen war mit dieſen Worten in dem Hauſe des Doctor Anſelmus eingekehrt, und dieſer ſelbſt fühlte ſich wieder jung angeſichts der hol⸗ den, reinen Liebe, deren Blüten er täglich froher und prangender ſich entfalten ſah. Heinrich gewann er im⸗ mer lieber und es ward ihm zur Nothwendigkeit, ihn jeden Tag einige Stunden um ſich zu haben, ein Bedürfniß, das den beiden Liebenden allein zu ſtatten kam. Er erfreute ſich an dem muntern Geſchwätz und an den Neckereien der Beiden, hörte gern zu, lachte und ſcherzte mit ihnen und geſtattete ſogar, daß beide leiſe plaudernd auf dem Balkon ſaßen, während er im Altanzimmer arbeitete. Nach ſolcher Weiſe war es


